Andrés Wertheim wurde 1962 in Buenos Aires geboren und begann 1984, bei Horacio Coppola Fotografie zu studieren.
Er hat über zwanzig Jahre in Deutschland gelebt und seine Dokumentationen und konzeptionellen Projekte führten ihn dazu, auf der ganzen Welt zu reisen. 1988 studierte er Videoproduktion bei The International Film & TV Workshops, Maine, USA.
2012 besuchte er den Workshop von Juan Travnik für Ästhetik und Ausdruck.
Er nahm an CITY 2000 teil: ein Projekt das darauf abzielt, Bilder vom Leben in Chicago für die kommenden Generationen zu erhalten. Er ist Mitglied des Deutschen Journalistenverbandes und arbeitet mit Bildagenturen zusammen. Andrés Wertheims Arbeiten erscheinen weltweit.

2018 wurde sein Buch „Los Espíritus del Museo / The Museum’s Ghosts“ veröffentlicht.

2020 gab er „Miradas remotas / Remote looks“ heraus.

Andrés Wertheim hat an mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit teilgenommen. Seine Werke sind in privaten und öffentlichen Sammlungen in Argentinien, Brasilien, Deutschland, Belgien, Österreich, Russland, den Vereinigten Staaten und Kanada zu finden.

Imagema: Antologia Fotografica 1927 1994
by Horacio Coppola

Andrés Wertheim: „Imagema“ ist ein anthologisches Buch von Horacio Coppola, einer der wichtigsten Fotografen Argentiniens. Er hatte von 1932 bis 1933 an der Bauhaus Schule in Berlin studiert. Dabei hat Coppola eine eigene Sichtweise entwickelt, die man als dokumentarisch und rätselhaft zugleich beschreiben kann.

1984 lernte ich Horacio Coppola kennen. Er vermittelte mir seine Kunst, die eigene Umgebung ohne allzu starren Regeln und voller Neugierde zu betrachten.

Deshalb schätze ich dieses Buch als Erbe seiner meisterlichen Arbeit und als wertvolles Andenken an meinen Anfängen.

Kirsten Lubben – Magnum Contact Sheets

Andrés Wertheim: „Magnum Contact Sheets“ liest sich wie ein Whois Who in der Geschichte der gleichnamigen Bildagentur.

Das Buch ist chronologisch aufgebaut und die begleitenden Texte erzählen vieles über den zeitlichen Kontext der Fotografien.

Indem es uns die Kontaktbögen von renommierten Bildjournalisten zeigt, ermöglicht es uns, einen Blick hinter den Kulissen von Dunkelkammern und Redaktionen zu werfen, um die Entscheidungsprozesse bei der Auswahl einer Aufnahme besser zu verstehen.

Warum wurde ein Bild zur Ikone, während andere nie veröffentlicht worden sind?

Bei manchen Sequenzen erscheint uns diese Wahl offensichtlich, während bei anderen sie sich uns als Offenbarung präsentiert.

Ich greife gerne immer wieder nach diesem faszinierenden Nachschlagewerk zurück.

 

SOMOS BRASIL
by Marcus Lyon

Andrés Wertheim: Mit „Somos Brasil“ hat mein guter Freund Marcus mehr als ein Fotobuch geschaffen.

Monatelang hat er über hundert bemerkenswerte Brasilianer porträtiert. Begleitet von Tonaufzeichnungen und genetischen Analysen dieser Menschen untersucht sein Multimedia-Projekt die Vielfalt der Identität einer ganzen Nation.

Eine einzigartige Handy-App ermöglicht dem Leser die persönlichen Geschichten der Porträtierten zu hören. Anhand der DNA-Ergebnisse haben Forscher und Designer die Herkunft der jeweiligen Vorfahren auf einer Weltkarte dargestellt.

Dieses Buch thematisiert die menschlichen Migrationshintergründe auf künstlerische Weise. Aber es ist vielmehr die Philosophie seines Ansatzes, die uns Raum zum Nachdenken lässt.