heinrich völkel

Heinrich Völkel, 1974 in Moskau geboren (Mutter Russin, Vater Deutscher) und in Leipzig aufgewachsen, studierte kurzzeitig Architektur an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, bevor er sich seiner fotografischen Ausbildung am Lette-Verein in Berlin zuwandte. Seit 2005 ist er Mitglied bei Ostkreuz–Agentur der Fotografen. Neben seiner Arbeit für Die Zeit, Stern und Der Spiegel gilt sein fotografisches Interesse besonders dem Phänomen „Stadt“ und den Veränderungen, die diese durchläuft. Die Fähigkeit zu improvisieren ist eine Tugend für jeden Fotografen. Heinrich Völkels (*1974 in Moskau) Fotografie wird von ihr geprägt.

Die Eigenschaft, sich auf widrige Umstände einstellen zu können, scheint auch Sujet vieler seiner Arbeiten zu sein. Im Gazastreifen dokumentierte er die bizarre, urbane Ästhetik, die sich zwischen der Zerstörungswut israelischer Truppen und dem Lebensmut der palästinensischen Bevölkerung abzeichnete. In Marokko begleitete er afrikanische Flüchtlinge auf ihren selbstgebauten Zaunleitern und hielt ihren Sprung in die vermeintliche Freiheit fest. Seine Arbeit kitzelt die Faszination aus Momenten der Stille und des Stillstands und oft fällt sein Blick gleichsam in Vergangenheit und Zukunft, auf Leid und Hoffnung.

Für die OSTKREUZ Ausstellung „Über Grenzen“ zeichnete er das verstörende Abbild verlassener zyprischer Städte, die zum Kampfgebiet umfunktioniert, nunmehr als Geisterstädte zwischen Krieg und Frieden dahinvegetieren.
Bei aller Hingabe zum Objekt liebt er die Menschen und deren Abbild aber genau so sehr und weiß eine Stimmung stets individuell zu erfassen und sie dem Betrachter näher zu bringen, was er neben seinen freien Projekten auch stets bei Auftragsarbeiten für zahlreiche Magazine unter Beweis stellen konnte. Er lebt und arbeitet in Wiesbaden.

work

serie „the terrible city gaza“

serie „sleeping beauty amman“

talk with heinrich völkel

„Mich interessiert die anschließende Veränderung, wie man aus den Wunden, die Krieg in eine Stadt schlägt, die Veränderungen für das Zusammenleben ablesen kann.“